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Vorsicht
10.09.03 Manchen Menschen ist ihre Gesundheit so wichtig, dass sie ihretwegen sogar ernste Gesundheitsrisiken in Kauf nehmen. Wie die „Zeitschrift für Medizinische Physik“ (Bd. 13, S. 127) berichtet, wurden 1997 – jüngere Zahlen sind noch nicht ausgewertet – pro 1000 Bundesbürgern 1665 Röntgenuntersuchungen vorgenommen. Nur Japaner waren noch röntgenfreudiger, doch in der verabreichten Strahlendosis liegt Deutschland mit zwei Millisievert pro Jahr unangefochten an der Spitze. Zu dieser Belastung durch Röntgenuntersuchungen kommen jährlich noch 0,15 Millisievert durch die Nukleardiagnostik hinzu.
In privaten Gesprächen bestätigen auch Mediziner, dass in Deutschland zu häufig und vor allem zu stark geröntgt wird. Die Patienten jedoch nehmen Röntgenangebote, die häufig nur die Auslastung teurer Apparate bezwecken, gerne an, obwohl die meisten von ihnen große Ängste vor zivilisatorischen Strahlenquellen (z. B. Atomkraftwerke, Tschernobyl-Ruine etc.) bekunden. Doch deren Strahlenbelastung machte 1997 weniger als 0,05 Millisievert oder ein Dreiundvierzigstel der durchschnittlichen jährlichen Röntgenstrahlendosis aus.
Wie so oft bei Umweltschutz und Ökologie gilt auch hier: Das Engagement ist um so befriedigender, je weniger man weiß.


pawek@web.de © 2003 Karl Pawek a

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