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Vorsicht
14.11.02 Vor acht Tagen, am 6. November, wurde der Wissenschaftler und Journalist Hashem Aghajari  von einem Gericht in Hamedan (Iran) zum Tode verurteilt. Der beinamputierte Veteran aus dem iranisch-irakischen Krieg hatte in einer Rede den Anspruch des schiitischen Klerus bestritten, in der Auslegung der religiösen Lehre auch bei politischen Entscheidungen das letzte und endgültige Wort zu haben.
Inzwischen protestieren im Iran tausende Studenten gegen das Urteil, mehrere Professoren, darunter ein ehemaliger Kulturminister des Landes, legten ihre Professuren nieder, sogar der iranische Präsident Khatami bezeichnete das Todesurteil als „unangemessen“. Nur von den deutschen Menschenrechtlern ist nichts zu hören. Ihr Eifer, mit dem sie Menschenrechtsverletzungen in den USA, China, Jugoslawien, Palästina (soweit diese von Israelis begangen werden) verfolgen, scheint sehr selektiv. Die selbsternannten Handlanger Allahs jedenfalls brauchen deutschen Zorn nicht zu fürchten. Friede dem Islam, mit dessen reaktionärsten Führern sich schon die Großeltern dieser deutschen Menschenrechtler sehr gut verstanden.


pawek@web.de © 2002 Karl Pawek a

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