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Vorsicht
26.05.03 Der Staat, so heißt es immer wieder, sorgt sich um die Gesundheit von uns Rauchern. Daher sei es gesundheitspolitisch richtig, ja notwendig, den Konsum von Zigarettenrauch möglichst teuer und damit unattraktiver zu machen. Angesichts solcher Fürsorge kann niemand ernsthaft etwas dagegen haben, dass die Regierung eine neue Preiserhöhung um ein Euro + Mwst. je Zigarettenpackung beschlossen hat.
Nun aber soll diese Preiserhöhung in drei Stufen erfolgen, um zu vermeiden, dass durch eine einstufige Preisanhebung der Zigarettenkonsum übermäßig stark zurückgehe, was wiederum  zu Steuerausfällen führen könne. Die angeblichen Gefahren des Rauchens sind also nur ein Vorwand, die leeren Staatskassen zeitgeistadäquat zu füllen.
Übrigens wurde die verlogene Steuererhöhung von Gesundheitsministerin Ulla Schmidt nach eigenem Bekunden aus persönlicher Betroffenheit durchgesetzt, nachdem eine Freundin an Lungenkrebs gestorben war. Obwohl diese Freundin nie geraucht hatte, wurde der Ministerin schlagartig klar: „Du trägst Verantwortung für deinen Körper.“ Endgültig hörte sie mit dem Rauchen auf. „Seit ich nicht mehr rauche, bin ich freier geworden, weil ich nicht mehr auf Zigaretten angewiesen bin. Kein Blick in die Tasche: Habe ich Zigaretten dabei? Keine Überlegung: Wo ist der nächste Tabakladen? Und keine Sorgen mehr: Reichen die Zigaretten noch für den Abend oder das Wochenende?“
Wie frei Frau Ministerin erst werden könnte, wenn sie nicht mehr auf Parfum und Schmuck  und Publicity angewiesen wäre? Und eingestehen könnte, dass sie zumindest vom Rauchen keine Ahnung hat?


pawek@web.de © 2003 Karl Pawek a

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